Validierung und Fehler
Fatal Error, Warning, Hinweis: Was bedeutet das?
Fehlerstufen helfen, Prioritäten zu setzen. Sie ersetzen aber nicht die fachliche Entscheidung, ob eine Rechnung verarbeitet werden soll.
Zuletzt fachlich geprüft: 2. Juni 2026
Direkte Einordnung
Ein Fatal Error blockiert die Validität meistens unmittelbar. Eine Warning-Meldung weist auf ein Risiko oder eine Empfehlung hin. Ein Hinweis hilft bei Verständnis, Qualität oder Prozessdiagnose.
Typische Priorität
| Stufe | Bedeutung | Reaktion |
|---|---|---|
| Fatal Error | Rechnung ist nicht valide oder nicht prüfbar | Vor Versand korrigieren |
| Warning | Regel oder Empfehlung wird nicht eindeutig erfüllt | Fachlich prüfen |
| Hinweis | Zusatzinformation | Dokumentieren oder beobachten |
Warum Warnungen ernst nehmen?
Warnungen können später zu Fehlern werden oder bei bestimmten Empfängern zur Ablehnung führen. Sie sind deshalb nicht automatisch unwichtig.
Schweregrad ist nicht automatisch Geschäftsrisiko
Die Fehlerstufe beschreibt, wie der Validator eine Regel bewertet. Sie sagt nicht allein, wie dringend der konkrete Geschäftsfall ist. Eine Warning kann für einen bestimmten Empfänger kritisch sein, während ein Hinweis nur die Datenqualität betrifft.
Diagnosematrix
| Stufe | Technische Bedeutung | Operative Entscheidung |
|---|---|---|
| Fatal Error | Datei ist nicht valide, nicht prüfbar oder verletzt harte Regeln | Nicht versenden oder nicht buchen, bis korrigiert |
| Error | Regelverletzung mit hoher Wahrscheinlichkeit der Ablehnung | Ursache beheben und erneut validieren |
| Warning | Risiko, Empfehlung oder empfängerabhängige Abweichung | Empfängeranforderung und Prozessrisiko prüfen |
| Hinweis | Zusatzinformation zur Qualität oder Diagnose | Dokumentieren, beobachten oder in Stammdatenpflege übernehmen |
Priorisierung im Tagesgeschäft
- Zuerst Meldungen beheben, die Validität oder Lesbarkeit blockieren.
- Dann Warnungen prüfen, die Portal-, Empfänger- oder Codelistenanforderungen betreffen.
- Hinweise sammeln, wenn sie wiederholt auf Stammdaten- oder Mappingprobleme zeigen.
- Regelcode, Validatorversion und Empfängerbericht zusammen dokumentieren.
- Nach Standards- oder Codelistenupdates Warnungen neu bewerten.
Mini-Beispiel
Ein Validator zeigt nur eine Warning zu einem veralteten Code. Intern wirkt die Rechnung verarbeitbar, das Empfängerportal lehnt aber genau diesen Code ab. Die operative Entscheidung sollte sich dann am Zielprozess orientieren, nicht nur am Wort Warning.
Praktische Checkliste
- Fatal Errors zuerst beheben
- Warnungen nach Empfängeranforderung bewerten
- Hinweise für Prozessverbesserung nutzen
- Fehlerstufe und Regelcode dokumentieren
- Nach Updates Warnungen neu bewerten
Praktischer Merksatz
Nur weil eine Meldung keine harte Sperre ist, ist sie nicht egal.