Validierung und Fehler
Fehler bei Einheiten und Mengencodes
Mengen und Einheiten müssen nicht nur lesbar, sondern als erlaubte Codes strukturiert exportiert werden.
Zuletzt fachlich geprüft: 2. Juni 2026
Was der Fehler bedeutet
Eine Rechnungsposition enthält eine Menge oder Einheit, die fehlt, nicht erlaubt ist oder nicht zur Preisberechnung passt.
Typische Ursachen
- ERP-interne Einheit wird unverändert exportiert.
- Stück, Stunde oder Pauschale werden nicht auf erlaubte Codes gemappt.
- Menge und Einzelpreis ergeben nicht den Positionsbetrag.
- Dezimalstellen werden gerundet oder abgeschnitten.
Korrektur
Pflegen Sie eine Mapping-Tabelle von ERP-Einheiten zu erlaubten Codes und testen Sie typische Artikel, Dienstleistungen und Pauschalen.
Warum Einheitencodes nicht nur Technik sind
Einheitencodes verbinden die fachliche Position mit der Preisberechnung. Wenn intern 'Std', 'Pauschale', 'Stk.' oder ein kundenspezifisches Kürzel verwendet wird, kann das im ERP verständlich sein. Für die strukturierte Rechnung muss daraus aber ein erlaubter Code werden, der auch zum Mengen- und Preisfeld passt.
Fehler bei Einheiten führen deshalb oft zu Folgefehlern bei Positionsbeträgen, Rundung und Summenregeln. Ein ungültiger Code ist der sichtbare Auslöser, aber die Ursache liegt häufig in Artikelstamm, Leistungskatalog oder Exportmapping.
Diagnosematrix
| Fehlerbild | Wahrscheinliche Ursache | Praktische Korrektur |
|---|---|---|
| Ungültiger Einheitencode | Interne ERP-Abkürzung wird exportiert | Mapping-Tabelle für Einheiten pflegen. |
| Menge fehlt bei Pauschale | Pauschale wird ohne saubere Mengenlogik exportiert | Pauschalen als eigenen Testfall behandeln. |
| Menge mal Preis passt nicht | Rundung oder Dezimalstellen uneinheitlich | Positionsbetrag aus XML-Werten nachrechnen. |
| Dienstleistung nutzt Warenlogik | Artikel- und Leistungseinheiten nicht getrennt | Leistungskatalog separat mappen. |
Korrekturablauf im ERP
- Betroffene Position und exportierten Einheitencode im Bericht markieren.
- Interne Einheit aus Artikelstamm oder Leistungskatalog identifizieren.
- Mapping auf erlaubten Code pflegen und dokumentieren.
- Menge, Einzelpreis und Positionsbetrag aus strukturierten Werten nachrechnen.
- Testfälle für Ware, Stunde, Tag, Pauschale und Gutschrift validieren.
Mini-Beispiel
Ein Beratungsunternehmen fakturiert Stunden mit der internen Einheit 'STD'. Das PDF sieht verständlich aus, aber die XML enthält diesen internen Text als Einheitencode. Der Empfänger lehnt die Rechnung ab. Die Korrektur ist eine Mapping-Regel für Stunden und ein Testfall für Dienstleistungen, nicht eine manuelle Anpassung des PDF-Labels.
Praktische Checkliste
- Einheitencode prüfen
- Interne Einheit identifizieren
- Menge und Einzelpreis nachrechnen
- Mapping-Tabelle pflegen
- Pauschalen gesondert testen
- Rundung prüfen
Praktischer Merksatz
Ein internes Kürzel ist noch kein gültiger E-Rechnungs-Code.